Arbeitsschutz durch Abschirmung: wichtig für Unbeteiligte beim Schweißen

Effektiver Arbeitsschutz in metallverarbeitenden Betrieben macht nicht nur die Arbeit des Schweißers sicherer, sondern von jedem Mitarbeiter in der Werkshalle. Denn Strahlung, Lärm und Schweißspritzer gefährden auch unbeteiligte Personen in der Umgebung des Arbeitsplatzes. Moderne Abschirmungssysteme grenzen die Schweißplätze voneinander ab, schützen vor Strahlungsreflektionen und dienen als Sichtschutz.

WIG-Schweißen: „sauberes“ Verfahren mit unterschätztem Gesundheitsrisiko

Es gilt als „sauberes“ Schweißverfahren, bei dem nur wenig Schweißrauch entsteht, und wird deshalb oft unterschätzt: WIG-Schweißen. Das Verfahren birgt nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahren: Schweißer sind Stickstoffoxiden, Radioaktivität und besonders Ozon ausgesetzt. Aus diesem Grund sind entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen zur Vorbeugung notwendig.

MIG-Schweißen: hohe Gefahrenlage trotz geringerer Schweißrauch-Mengen

Weniger Schweißrauch und dennoch gefährlich für die Gesundheit der Schweißer: Im Gegensatz zum anderen Metallschutzgasschweiß-Verfahren, dem MAG-Schweißen, setzt das Metall-Inertgas-Schweißen (MIG) zwar weniger Emissionen frei, verursacht aber andere hochriskante Gefahrstoffe. Vor allem die Gas-Exposition macht einen effektiven Arbeitsschutz unumgänglich.

MAG-Schweißen: verbreitet trotz hoher Emissionen von Schweißrauch

Seiner Beliebtheit vor allem in der Verarbeitung von Stählen zum Trotz ist das MAG-Schweißen eines der Verfahren mit den höchsten Emissionsraten an Schweißrauch. Welche Gefahrstoffe bei der Anwendung entstehen, hängt von der Art des speziellen Metallaktivgasschweißens (MAG) ab.

Lichtbogenhandschweißen: Chrom-VI-Verbindungen und mehr im Schweißrauch

Bis hin zur Entstehung von Chrom-VI-Verbindungen: Beim Lichtbogenhandscheißen hängt die Art der Gefahrstoffe im Schweißrauch entscheidend vom Werkstoff des Kernstabes und seiner Umhüllung ab. Hochlegierte Stabelektroden sind besonders gefährlich.

Faktoren für die Schweißrauchmenge

Schweißen von Aluminium: gefährliche Entstehung von Oxiden und Ozon

Schweißen von Aluminium ist eine Gefahr für Schweißer. Während Aluminiumoxide die Atemwege belasten, entsteht bei den typischen Schweißverfahren das noch gefährlichere Ozon.

Autogenschweißen: Stick- und Kohlenstoff-Gefahr im Schweißrauch

Ob bei der Verbindung von Blechen oder Rohren: Das Autogenschweißen (Gasschweißen) steht zwar für eine hohe Genauigkeit. Doch auch dieses vergleichsweise langsame Verfahren setzt Gefahrstoffe frei – nicht nur das gefährliche Stickstoffdioxid.

Starke Rauchentwicklung beim Schweißen mit umhüllten Stabelektroden

Das Lichtbogenhandschweißen mit umhüllter Stabelektrode ist ein sehr beliebtes Schweißverfahren. Dabei entsteht mehr Schweißrauch als bei vielen anderen Verfahren. Das bedeutet eine  große Gefahr für die Gesundheit. Beim Lichtbogenhandschweißen wird eine Stabelektrode als Zusatzwerkstoff verwendet, durch die der elektrische Strom … >> mehr

Zwei Schweißverfahren und ihre individuellen Gefahren

Schweißtechnische Arbeiten bergen zahlreiche Gefahrenquellen: Nicht nur der Werkstoff, sondern auch das eingesetzte Schweißverfahren entscheiden darüber, welche Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen werden müssen und worauf der Schweißer zu achten hat. Gefahrstoffe im Schweißrauch sind dabei nicht das einzige Problem, wie die Beispiele Metallschutzgasschweißen und WIG-Schweißen zeigen.