Herzinfarktrisiko bei Belastung mit Feinstaub höher als gedacht

Feinstaub erhöht das Herzinfarktrisiko deutlicher als gedacht. Eine neue Studie belegt, wie gefährlich selbst kleinste Mengen der Staubpartikel sind. Die EU-Grenzwerte für Feinstaub sind möglicherweise zu niedrig.

Ein internationales Forscherteam untersuchte mehr als 100.000 Probanden aus Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Italien. Sie verglichen dabei den Gesundheitszustand der Teilnehmer mit der Staub-Konzentration am Wohnort über einen Zeitraum von elf Jahren. Das Ergebnis: Je höher die Feinstaubkonzentration, desto höher ist das Risiko eines Herzinfarkts.

Zwei Kategorien von Partikeln wurden ins Blickfeld genommen: Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind (PM2,5) und solche, die kleiner als 10 Mikrometer sind (PM10). Steigt die Menge der PM2,5-Partikel um fünf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an oder die von PM10-Partikeln um 10 Mikrogramm, steigt das Herzinfarktrisiko um zwölf Prozent. Ein Anstieg, der innerhalb der aktuellen EU-Grenzwerte durchaus möglich ist: Diese liegen bei PM2,5-Partikel bei 25 Mikrogramm – der für PM10-Partikel sogar bei 40 Mikrogramm. Somit kann selbst bei Einhaltung dieser Grenzwerte ein deutlich erhöhtes Risiko bestehen.

Beim Schweißen entstehende Partikel sind sogar noch kleiner. Einzelpartikel, die beim Lichtbogenhandschweißen entstehen, sind nur bis zu 50 Nanometer groß. Je kleiner die Einzelpartikel und Partikelketten, desto tiefer können sie in die Lunge eindringen und dort gesundheitliche Schäden verursachen. Nur mit passenden Absauggeräten, die die Gefahrstoffe an der Entstehungsquelle absaugen, kann sicher geschweißt werden.

Die vollständige Studie ist in englischer Sprache kostenlos unter diesem Link lesbar.

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